Der Berufverband- Aufgabe: Vertretung der fachlichen Profession Pflege in beruflichen Interessen

Einst entstanden durch Agnes- Karll gibt es heutzutage unzählige Berufsverbände in der Pflege in Deutschland. Sie alle vertreten die Interessen der jeweiligen Fachprofessionen- und da das in der Pflege inzwischen sehr viele verschiedene Facetten und auch Bereiche sind, ist die Anzahl nicht gerade gering! Die meisten dieser Interessensvertretungen vereinen sich unter dem Dach des Deutschen Pflegerates als gemeisames Sprachrohr. Denn bei 16 verschiedenen Interessensgruppen in der Pflege ist alleine innerhalb dieser Berufsgruppe die Kommunikation und auch gemeinsame Zielformulierung nicht immer ganz einfach (herauszufinden?) Es ist klar, dass, wenn wir auch alle Pflegende sind, der Manager, nehmen wir den vorherrschenden Ökonomen als Beispiel, ganz andere Zielinteressen seines Berufes hat, als der Pflegepädagoge. Bereits hier ist klar, dass hohe Kosen der Ausbildung gegen eine Forderung der Pädagogen nach Praxisanleitern mit Freistellung oder auch zusätzliche Lehrerstellen, die Forderungen konsequenter Fortbildungen für die Mitarbeiter, um den Wissenstransfer in die Praxis auch nach dem Examen zu gestalten, vollkommen konträr zueinander sind. U

Jedenfalls muss man nicht akademisiert sein, um hier (erkennbar auf der Grafik mit Stand Januar 2018) Eines zu erkennen: (meine Schüler direkt zu Ausbildung erkennen das Problem daran nämlich echt oft sofort!): Wenn von 16 Verbänden jeweils eben nur ein kleiner Teil irgendwelche eventuell noch sehr „eigennützigen“ Forderungen irgendwo hinfruft, verhallt das Ganze im großen Universum. Und sollte es doch zumindest wahrgenommen werden, „da oben“, dann kommt dort nur einzelnes und ziemlich unzusammenhängendes und zum Teil noch widersprüchliches Durcheinander auf den berühmten Schreibtisch. Das führt widerum zu  einer politisch- verwaltungstechnischen Desorietierung, kann also gar nicht bearbeitet werden- denn es  kann nicht einheitlich zugeordnet werden! Es gibt dafür keinen passenden Ordner, selbst wenn sie eine Verwaltungsbeamten finden, der sich ERNSTHAFT bemüht…..) es verschwindet also in der berühmten und unendlich großen Schublade, oder im Stapel immer wieder gaaaaanz nach unten! Damit das genau nicht (mehr, so, wie die letzte 50 Jahre) passiert und die Interessen der Pflege nach den Werten des internationalen Berufsverbandes klar formuliert werden können und auch auf eine gemeinsame Zielsetzung ausgerichtet sind, (denn eigentlich wollen wir ja alle das Gleiche: Zufriedene und gut versorgte Patienten bei bitte erträglichen Bedingungen!) Und manchmal auch mal drei Tage hintereinander frei am Stück! Na ja, dazu jedenfalls gibt es als Dachorganisation dazu den Deutschen Pflegerat. Und wie es die Berufsverbände auch auf den jeweiligen Ebenen der Bundesländer gibt, gibt es auch in jedem Bundesland widerum einen Landespflegerat, denn auch innerhalb der Länder ist Pflege bei Weitem nicht GLEICH PFLEGE, daher bestehen dort auch unterschiedliche Interessen oder politische Aufgaben im Rahmen der jeweiligen Phase pflegerischer Evolution. Also, schon sinnvoll daher…

Aber: sie nehmen von den Mitgliedern einen Beitrag, ansonsten gibt es durch den Berufsverband keine direkten Vorteile!

Berufsverbände können informieren, die Pflegegruppe aufrufen, aktiv zu werden und sich zu organisieren, sie können für Fort- und Weiterbildungen sorgen, die Mitlieder mit einer Fachzeitschrift berufspolitisch und auch fachpolitisch informieren (z.B. Die Schwester der Pfleger des DBfK) und sie können auch in rechtlichen Fragen oder fachlichen Fragen beraten.

Aber sie dürfen zwei Sachen nicht: Tarifliche Inhalte aushandeln (das darf grundsätzlich nur die Gewerkschaft (bei uns also Ver.di) mit dem Arbeitgeberverband  (Tarifautonomie durch den Staat vergeben)!!!.

Hier zahlt man auch einen Mitgliedsbeitrag.

Der Berufsverband kann zwar argumentieren, aber hier nicht aktiv handeln.

Und er darf keinerlei Rechtsabschlüsse für die Berufsgruppe unternehmen, denn das dürfen Berufe in diesem Land ausschließlich durch Bildung einer Kammer. Ein Thema, welches, je nach Bundesland, in aktueller und reger Diskussion ist. Wenn ein Beruf die Selbstorganisation auch in rechtlichen Belangen haben will, geht damit einher, dass ALLE der BERUFSGRUPPE ANGEHÖRIGEN dort verzeichnet sein müssen. Aber das hat durchaus nicht nur Nachteile- wie der immer wieder genannte „Zwangs- oder Pflichtbeitrag“, daher sollten beide Seiten hier zur Sprache kommen.

Da das mit dem DARF der Staat so grund(ge)sätzlich bestimmt und fomuliert hat, soll und DARF auch an genau dieser Stelle gar nicht diskutiert werden- BASTA!

Zumindest nicht als treuer Bürger und Verfechter des Deutschen Grundgesetzes (ansonsten schon, aber dann bitte an der richtigen Stelle und eben auf dieser dies im Normalfall zuständigen regelnden Behörde oder auch politischen Ebene). Zu Empfehlen wäre daher in diesem Fall die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, wenn wir eine Verkammerung des Berufes entgegen der Regularien aller anderen Kammerberufe, wie Mediziner (sicher in der Meinung dabei vollkommen unrelevant!) oder Anwälte, erreichen wollen. Dabei wünsche ich jedenfalls, sollte also eine Änderung der beruflichen Organisation an dieser Stelle wirklich das Ziel beruflicher Neuorganisation sein, viel Spaß und wichtig: Ich bitte um Rückmeldung, denn was dabei raus kommt, würde mich echt brennend interessieren.

Aber schaue ich lieber erst mal, ob es nicht andere Wege gibt, denn den Mount Everest besteigen, neee, das muss nicht ohne Übung sein, da geht mir die Luft aus! 😉

Die genauen Aufgaben, aber auch die Konsequenzen und Folgen der Bildung einer beruflichen Kammer und auch weitere „Kammer-Beiträge“ – die einzigen im Land übrigens OHNE PFLICHT, grins- sowie Links zum aktuellen „Stillen-Kämmerlein- Geschehen“, von dem man ja sonst gaaar nichts mitkriegt,  findet ihr beim Weiterklicken:

Hier findet ihr die Aufgaben des Deutschen Pflegerats und weitere Infos dazu: http://www.deutscher-pflegerat.de/verband/der-deutsche-pflegerat.php und auch die Biographie des neuen Vorsitzenden Franz Wagner: http://www.deutscher-pflegerat.de/presse/Pressemitteilungen/1854.php

Hier die Übersicht und auch die Verlinkungen zu den Berufsverbänden, die momentan im Deutschen Pflegerat vereinigt sind.

 

Mitgliedsverbände Deutscher Pflegerat
Stand Januar 2018 Quelle: DPR

Über die Links gelangt Ihr direkt dorthin:

www.dbfk.de                                                                         www.avg-ev.com

www.dpv-online.de                                                              www.bflk.de

www.vpu-online.de                                                              www.ads-pflege.de

www.bv-geriatrie.de                                                            Bund der Hebammen- www.bdh.de

www.bekd.de                                                                         www.vfap.de

www.rotkreuzschwestern.de                                             www.bv-pflegemanagement.de

www.facebook.com/kathpflegeverband.de                     www.dgf-online.de