WHO, Pflege und Ottawa-Charta

WHO, Pflege und Ottawa-Chartafolie1Was ist die WHO?

Die WHO –World health organisation – Weltgesundheitsorganisation ist die oberste internationale Gesundheitsbehörde

  • Gegründet am 07.04.1948 als Sonderbehörde der UNO (United Nation Organisation) – jedes Jahr WELTGESUNDHEITSTAG
  • Hauptsitz in Genf
  • Europäisches Regionalbüro: Kopenhagen
  • Organe : Vollversammlung (fasst Beschlüsse), Exekutivrat (überwacht Beschlussdurchführung), Sekretariat (Verwaltung/Aufsicht d. Regionalbüros)
  • Oberstes Ziel: die Gesundheit der Völker aller Länder zu schützen und zu fördern
  • Aufgabe: Bearbeitung aller international wichtigen Gesundheitsfragen und Unterstützung der Regierungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens
    • Seuchenbekämpfung, weltweiter Gesundheitswarndienst
    • Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie TbC, Malaria, Kinderlähmung, HIV, Pest, Fleckfieber, Cholera…
    • Kontrolle aller suchterzeugenden AM und Rauschgifte
    • Internationale Standardisierung von Heilmitteln
    • Förderung und Koordination der med. Forschung
    • Weltweite Förderung der Ausbildung und Fortbildung v. Personal im Gesundheitswesen, v.a. in Entwicklungsländern

Die WHO hat zur Rolle der Pflege im Rahmen der Gesundheitsversorgung eine klare Vorstellung. Die Aufgaben der Pflegeverändern sich im Rahmen der demographischen Entwicklung. Während die Infektionskrankheiten in den letzen Jahren abgenommen haben, steigen die chronischen Krankheiten und auch altersbedingte Multimorbidität, sowie auch dementielle Verläufe weltweit an. Daher ist eine der wichtigsten Hauptaufgaben der Pflege, diese Erkrankungen aufzuhalten, abzumildern und auch ein würdevolles Leben trotz Krankheit zu ermöglichen.

 

Was ist die Ottawa- Charta?

Die WHO hat aus diesen Gründen bereits 1986 auf einem Treffen aller Gesundheitsbeauftragten der Welt in Ottawa/ Kanada eine klare Strategie formuliert und in Form der Ottawa- Charta schriftlich verankert. Darin werden alle Länder der Welt verbindlich aufgefordert, Gesundheitsförderung gezielt umzusetzen. Der Begriff der Gesundheit wurde darin neu definiert und die WHO hat ihre bisherige Definition (findet ihr unter Gesundheit Teil 1 im Bereich „Gesunde Philosophie“!) überarbeitet und neu formuliert. Gesundheit gilt seither nach der salutogenetischen Sichtweise Antonovskys als ein Kontinuum, das sich, je nach Gewichtung von (Stressoren) Problemen und vorhandenen (Widerstands-) Ressourcen, mal in negativer und mal in positiver Richtung bewegt. Gesundheit oder Krankheit sind daher keine statischen Zustände, sondern können immer wieder durch bestimmte Faktoren negativ, wie positiv beeinflusst werden.

Und dieser Grundgedanke eröffnet der Pflege neue Welten! Wir müssen uns dessen nur bewusst werden und ANFANGEN, dieses wunderbare und kreative Arbeitsfeld zu erschließen. Gesundheitsförderung soll in allen Bereichen des Lebens Einzug halten und wir sind die Berufsgruppe, die den Verlauf der Krankheiten kennt und die im Vorfeld nun bezahlt und auch in eigener Verantwortung Einfluss nehmen darf, BEVOR Krankheiten entstehen. I have a dream! 🙂

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